Die Käsegeschichte in Bayern


Um die landestypischen Käsesorten in Bayern zu erforschen muss man etwas in der Geschichte zurückgehen. Man könnte anfangen mit den Worten:" Es war einmal um 500 n.Chr., als der älteste Staat Europas - Bayern - sich bildete und mit ihm auch seine Käsekultur.

Schon lange zuvor wusste man um die Käseherstellung, doch in Bayern setzte sich eine Käserezeptur durch, die im Fichtelgebirge und im Frankenwald als Quärkla im Bamberger Raum Ziebeles-Käs in Niederbayern Topfnkasal und in Oberbayern als Stoznkas bezeichnet wurde und noch heute bezeichnet wird.

In flache weite Holzgefäße füllte man die Milch zum "Aufrahmen": unbehandelte Milch bleibt einige Zeit stehen, es sammelt sich das Fett an der Oberfläche. Dieses Fett wurde abgeschöpft und daraus wurde Butter hergestellt das oft weiter zu haltbarem Butterschmalz verarbeitet wurde. Der verbleibende Rest wurde zu Käse verarbeitet.

Im 19. Jahrhundert gab es eine große Veränderung in der bayerischen Käse-geschichte. Das Allgäu, das bis dahin nur auf vereinzelten Hochalpen Bergkäse hergestellt hatte und ansonsten vom Flachsanbau lebte, musste neue Wege gehen.