Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2015 !

Nichts für eilige Fast-Food-Anhänger:
Kulinarisch & kultureller Genuss für alle Sinne 

5. Käse- und Genuss-Festival im Juni 2013

 

Zum fünften Mal bot es drei Tage voller Genuss – mit Kultur, Tradition und handwerklich hergestellten, ökologisch-hochwertigen „Lebens“-Mitteln – das Käsefestival in Bad Tölz im Juni 2013. Der Herderparkals „Mekka“ für Genießer zog bei schönstem Wetter tausende Besucher aus nah und fern an. Kochvor-führungen, Weinproben, Aroma-Schulungen und Vorträge ergänzten mit einem bunten Rahmenprogramm den vielseitigen Markt (mit über 70 regional arbeitenden Produzenten). Großes Festival-Magnet war wieder neben dem Käsekuchen-Wettbewerb und der Party im Park das Kulturprogramm „So a Kas“ - zusammengestellt von Michael Well. Fazit: Ein fröhliches, relaxtes Festival für alle Sinne - für Genussmenschen und Kulturfreunde.

 

Begonnen hat es vor fünf Jahren als Käsefestival, inzwischen haben sich passende, genussreiche Lebensmittel dazu gesellt – im Zeichen der Nachhaltigkeit und der regionalen Unterstützung von kleinen Produzenten. Getreu dem Motto von Unterstützer Slowfood: Genießen verträgt sich nicht mit Eile, sondern eher mit relaxtem, entspannten Probieren und Experimentieren.
Deshalb gibt es auf dem Festival jede Menge Information aus erster Hand, gemixt mit guter Unterhaltung und mit viel Zeit zum Entspannen.

 

Im Mittelpunkt des Festivals standen außergewöhnliche Menschen, die ihre Motivation und ihre Lieblings-Produkte vorstellten. In unterhaltsamer Weise lernten die Gäste engagierte Produzenten kennen, die mit neuen, ungewöhnlichen Ideen Furore machen. Diese hatten für alle Fragen der Besucher ein offenes Ohr und freuten sich sehr über das große Interesse wie beispielsweise Eva Schiefer vom Naturpark Sölktäler: „Wir mussten den bayrischen Besuchern erst einmal erklären, dass ein Roggener Krapfen (Steirerkrapfen) nicht mit Marmelade gefüllt wird - und dass der Ennstaler Steirerkas ein richtiger Käse ist“ meinte sie schmunzelnd. Der Ennstaler Steirerkas wird übrigens seit Jahrhunderten auf den Almen im Naturpark Sölktäler hergestellt und wäre ohne Unterstützung vor dem Aussterben bedroht.

 

Ob bei der Fernsehköchin oder den Bierbrauern konnte man den Profis über die Schulter schauen. Selbst aktiv wurden die Besucher bei der Käse-Akademie, wo sie ihren eigenen Käse unter fachlicher Anleitung herstellen bzw. am Schluss mitnahmen.

 

Kräuterpädagogen zeigten, wie vielseitig und lecker das „Essen von der Wiese“ sein kann. Wilde Kräuter, die regional überall zu finden sind, wurden so für viele zur neuen Entdeckung und Bereicherung ihres Küchenzettels.

 

Historische Erkenntnisse vermittelten Museumsarchäologen am Römerstand über die Essgewohnheiten der Römer, im Nomaden-Zelt konnten die Besucher typische Spezialitäten aus Marokko kosten und bei weiteren geschichtlichen Fragen half ihnen Käsefreund Aristoteles, der im griechischen Gewand über das Festival flanierte, gerne weiter. Er war besonders im Museumszelt gefragt, das Butterfässer, Zentrifugen, Modeln und Milchkannen aus längst vergangener Zeit liebevoll inszenierte und den Besuchern eine Vorstellung vermittelte, wie aufwändig früher und zum Teil noch heute die Herstellung von Milchprodukten war und ist.

Für Technikbegeisterte gab es eine kleine Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Traktoren aus anno dazumal.

 

Genießen mit Leib und Seele – nach diesem Motto gehört selbstverständlich die Musik dazu – Michael Well stellte das Kultur-Programm mit bayrischen Wurzeln in mitreißend-frischer Interpretation zusammen. Mit dabei waren u.a. das Trio Zakk,
die NouWellCousines, SchlagAnfall, die Waldramer Tanzlmusi und neben dem Munich Dixie Quartett auch Stephanie Lottermoser & Band sowie Josef Pretterer mit einem extra „Käse“-Programm in seinem besonderen Figurentheater.

Beim Käsekuchen-Wettbewerb, der erstmals am Samstag stattfand. hieß die Devise: Wer backt, gewinnt. Gekürt wurde der beste Käsekuchen der Region. Der Erlös aus dem Verkauf der zahlreichen leckeren Kuchen geht an den Verein brotZeit e.V. für Kinder, der von Uschi Glas für Schulkinder ins Leben gerufen wurde.

 

An allen drei Tagen präsentierten 17 Top-Winzer aus Franken ihre Weine, die den Käse aromatisch perfekt ergänzen.

Erlesene Frankenweine waren selbstverständlich auch bei der Party im Park im Wandelhallengang dabei, die inzwischen den gewohnten Höhepunkt zum Abschluss des Genussfestivals bildet. Für die Gourmets zauberten Köche aus München und der Region ein 7-Gänge Flying Menü.

So klang das Festival genauso aus, wie es drei Tage wieder für viel Freude und Genuss bei seinen großen und kleinen Besuchern sorgte.

 

Die Initiatoren und Veranstalter des Käsefestivals, die Geschwister Hofmann vom Tölzer Kasladen, freuten sich über die Resonanz und das positive Feedback der Besucher. Sie bedankten sich auch bei allen Mitwirkenden – vor allem für den hohen Einsatz der ausstellenden Produzenten, der Künstler sowie Sponsoren und Unterstützer in jeglicher Form und bei dem Schirmherrn Elmar Wepper.

 

Nach einer Pause im kommenden Jahr wird das 6. Käsefestival im Juni 2015 geplant.